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Pressemitteilungen der Senioren-Union
Kruzifixe bleiben in den Klassenzimmern
Hannover. Auch wenn im größten Teil Niedersachsens, mit Ausnahme der katholisch geprägten Gebiete und der Konfessionsschulen, keine Kreuze in den Klassenzimmern hängen, hat die Senioren-Union Niedersachsen mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass der völlig unnötige neue Kruzifix-Streit durch die klare Stellungnahme der niedersächsischen CDU-Spitze und durch die Einsicht und Entschuldigung der neuen niedersächsischen Sozial- und Integrationsministerin Aygül Özkan so schnell beigelegt ist. Ministerpräsident Christian Wulff, die designierte Sozialministerin Aygül Özkan und der Vorsitzende der CDU in Niedersachsen und CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende David McAllister haben deutlich gemacht, dass das Niedersächsische Schulgesetz nicht geändert wird und Kreuze an niedersächsischen Schulen erwünscht sind. Das Kreuz ist aus Sicht der CDU ein Symbol der Toleranz auch gegenüber anderen Religionen. Die über das Wochenende entstandenen Irritationen und Missverständnisse sind damit ausgeräumt. Das ist die offizielle Stellungnahme zu den Empörungen in CDU-Kreisen und dem bundesweiten Medienwirbel, den die aus Hamburg stammende Deutschtürkin mit ihrem Interview im Magazin „Focus“ ausgelöst hatte. Dort hatte sie u.a. erklärt, Kruzifixe und Kopftücher hätten an staatlichen Schulen nichts zu suchen.
Gerade die Senioren-Union hat immer wieder auf den zerstörerischen Werteverfall in unserer Gesellschaft hingewiesen und alle gesellschaftlich verantwortlichen Kräfte aufgerufen, ihnen eine Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Grundwerte entgegenzusetzen. Die Senioren-Union hat sich nach dem Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsverfassungsgerichts von 1995, das Kreuze in Klassenzimmern erlaubt, sofern sich niemand belästigt fühlt und verlangt, sie abzunehmen, dafür stark gemacht, dass diese Erlaubnis praktiziert wird. Wenn dieser neue Kruzifix-Streit dazu beiträgt, noch einmal in Erinnerung zu rufen, dass das Christentum und damit das Kreuz in der Niedersächsischen Verfassung und im Niedersächsischen Schulgesetz als Teil des Selbstbildes und des kulturellen Gedächtnisses benannt sind, und wenn deutlich geworden ist, dass sich die CDU in Niedersachsen einmütig hinter das Bekenntnis zu den christlich-abendländischen Grundwerten stellt, dann hat der Fehlstart der neuen niedersächsischen Ministerin doch noch etwas Gutes gehabt, und auch für die Senioren-Union Niedersachsen ist ein großer Teil ihrer Forderungen erfüllt worden.
2010-04-29 21:58:00


