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Pressemitteilungen der Senioren-Union
Neue soziale Zukunftsversion: "Aktive soziale Partnerschaft"
Hannover. Der Landesvorstand der Senioren-Union Niedersachsen hat in seiner Sitzung am 17. März 2010 in Hannover beschlossen, sich mit der CDU Niedersachsen und ihren anderen Vereinigungen langfristig für die Verwirklichung eines Systems der „Aktiven sozialen Partnerschaft" in Deutschland einzusetzen. Nach Einschätzung der Senioren-Union Niedersachsen geht das Leitmotiv von der „Sozialen Gerechtigkeit" zu stark von staatlichen Verteilungsmaßnahmen ohne Beteiligung des einzelnen Bürgers aus. Demgegenüber stelle das Prinzip der "Aktiven sozialen Partnerschaft" schon von seiner Formulierung her die Verantwortlichkeit eines jeden Bürgers für unsere menschliche Gemeinschaft in den Vordergrund und verpflichte zu entsprechenden Verhaltensweisen, heißt es in dem Beschluss.
So habe jeder an unserer Sozialgemeinschaft Beteiligte bei seinem wirtschaftlichen Handeln von vornherein die Auswirkungen auf den jeweils anderen zu berücksichtigen. Der Bänker habe die Folgen seiner weltweiten Finanztransaktionen für die Stabilität des Gesamtsystems in Rechnung zu stellen, der Industrielle müsse bei seinen wirtschaftlichen Entscheidungen immer auch die Interessen seiner Belegschaft im Auge haben, der Mittelständler müsse sich seiner Rolle als Rückgrat der Gesamtwirtschaft bewusst sein und der Empfänger von Lohnersatzleistungen sollte seine soziale Position nicht als Dauerzustand akzeptieren. Natürlich bleibe auch der Staat mit seiner Verpflichtung an der aktiven sozialen Partnerschaft beteiligt, unverschuldet in Not geratenen Menschen zu einem lebenswürdigen Leben zu verhelfen.
Die Senioren-Union Niedersachsen ist sich bewusst, dass sich eine derart idealistische soziale Zukunftsvision weder von selbst noch von heute auf morgen verwirklicht. Sie aber überhaupt erst einmal anzudenken sei jedoch der erste Schritt zur erforderlichen Mentalitätsumstimmung in unserer Bevölkerung.
Für die Senioren-Union Niedersachsen stellt sich die Verwirklichung eines Systems der „Aktiven sozialen Partnerschaft" auch als Leitmotiv für zukünftiges Regierungshandeln dar und würde damit einem vielfach beklagten Defizit abhelfen. In der praktischen politischen Arbeit wären alle bereits erfolgten sozialpolitischen Maßnahmen in ihrer Wirksamkeit in Richtung auf eine „Aktive soziale Partnerschaft" zusammenzustellen. Bei zukünftigen Maßnahmen ist dieser Wirkungseffekt vorrangig zu berücksichtigen.
2010-03-21 22:01:00


